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Hunde mit Beruf/ung – Jagdgebrauchshunde

Bereits 218 Hunde haben in diesem Jagdjahr in Brandenburg eine jagdliche Brauchbarkeitsprüfung abgelegt. Der LJVB hat über 3700 geprüfte Hunde registriert. Am 12. Juni ist Tag des Hundes.

(Michendorf, 10. Juni 2022) Der Jagdhund ist für den Jäger ein unersetzlicher Helfer, der in vielen Jagdsituationen erstaunliche Arbeit leistet und dessen Einsatz per Gesetz vorgeschrieben ist.

Die Eignung des Hundes wird in speziellen Brauchbarkeitsprüfungen überprüft. In Brandenburg ist der Landesjagdverband mit dieser Aufgabe betraut. Die Prüfungen werden von ausgebildeten Richtern abgenommen. Neben dem Grundgehorsam werden abhängig vom Ausbildungsstand und der Rasse des Hundes weitere Spezialdisziplinen absolviert. Der Einsatz bei der Niederwild- und Raubwildjagd, bei der Drückjagd auf Schalenwild oder zur Nachsuche auf verletztes Wild erfordert jeweils eine gesonderte Berechtigung. Insbesondere beim Auffinden von kranken Tieren ist der Hund durch seine Nasenleistung, seiner Passion, seiner Kondition und durch seinen angeborenen Finderwillen dem Menschen weit überlegen. Im Sinne des Tierschutzes leistet er hier unentbehrliche Arbeit. „Der Einsatz von geprüften Jagdgebrauchshunden bei der Jagd ist angewandter Tierschutz – anders wäre ein schnelles Auffinden von verletzten Wildtieren, beispielsweise nach einem Wildunfall, nicht denkbar“, sagt Thorsten Fanselow, Präsidiumsmitglied des LJVB und zuständig für Hundewesen.

 

In Brandenburg haben in diesem Jagdjahr, seit Anfang April, bereits 47 Brauchbarkeitsprüfungen oder Prüfungen der Zuchtvereine, die zur Brauchbarkeit führen, stattgefunden. Dabei wurden insgesamt 218 Hunde geprüft. Weiterhin stehen noch 127 Prüfungen an, zu denen bereits 492 Hunde gemeldet sind. Weitere Prüfungen folgen.

Der LJVB hat derzeit insgesamt 3727 Hunde mit einer oder mehrerer Brauchbarkeiten registriert.

 

In Deutschland sind vom Jagdgebrauchshundverband e.V. (JGHV) 104 Jagdhunderassen anerkannt bzw. zugelassen. Diese werden unterteilt in Vorstehhunde, die oft als „Allrounder“ eingesetzt werden. Dazu kommen Stöberhunde, Schweißhunde, Apportierhunde und Erdhunde.