
ASP wieder nahe Brandenburg: Neuer Fall in Sachsen bestätigt
Der bestätigte ASP-Fall in Sachsen bringt neue Risiken für Brandenburg. Der LJVB appelliert an Jägerschaft und Bevölkerung, erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen. Prävention und Biosicherheit sind jetzt entscheidend.
(Michendorf, 2. April 2026) In Sachsen ist ein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) festgestellt worden – im Landkreis Görlitz, nur etwa 40 Kilometer von der brandenburgischen Landesgrenze entfernt.
Damit rückt die Tierseuche erneut bedrohlich nah an Brandenburg heran. Noch keinen Monat nach der Aufhebung der ASP-Zonen im Süden des Landes wird deutlich, dass weiterhin konsequente Maßnahmen erforderlich sind, um ein erneutes Einschleppen der ASP zu verhindern.
Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) appelliert daher eindringlich an alle Jägerinnen und Jäger, weiterhin höchste Aufmerksamkeit in den Revieren walten zu lassen. Verendet aufgefundenes Schwarzwild ist konsequent zu beproben und zu melden. Gleichzeitig bleibt eine intensive und verantwortungsvolle Bejagung des Schwarzwildes ein zentraler Baustein der Prävention.
Zugleich richtet sich der LJVB auch an die Bevölkerung, insbesondere an Osterurlauber sowie Saisonarbeitskräfte: Biosicherheitsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten. Fleischhaltige Lebensmittelreste dürfen ausschließlich in verschließbaren Müllbehältern entsorgt werden. Das ASP-Virus kann selbst in geräucherter Wurst über mehrere Wochen überleben und auch über an Fahrzeugen anhaftenden, getrockneten Schlamm verbreitet werden.
Darüber hinaus bittet der LJVB darum, Hinweisschilder zu beachten, Tore von ASP-Schutzzäunen geschlossen zu halten und Hunde in betroffenen Gebieten an der Leine zu führen, um Wildtiere nicht zusätzlich zu beunruhigen.