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Aktuelle Wetterlage: LJVB appelliert an Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein


Die anhaltende Schneelage in Brandenburg erfordert besondere Rücksicht auf Wildtiere. Der Landesjagdverband Brandenburg richtet deshalb klare Appelle an Bevölkerung, Jägerschaft und Landesforstbetrieb, um unnötige Störungen zu vermeiden und Wild wie Wald zu schützen.

(Michendorf, 8. Januar 2026) Angesichts der anhaltenden winterlichen Witterung mit geschlossener Schneedecke in weiten Teilen Brandenburgs ruft der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) dazu auf, besondere Rücksicht auf Wildtiere und ihre Lebensräume zu nehmen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist in den kommenden Tagen weiterhin mit Schneefällen bei gleichbleibenden Temperaturen zu rechnen. Eine kurzfristige Entspannung der Lage ist nicht absehbar.

Wildtiere sind an winterliche Bedingungen grundsätzlich angepasst. Insbesondere wiederkäuendes Schalenwild reduziert in dieser Zeit seinen Stoffwechsel und beschränkt seine Aktivitäten auf das Notwendigste. Diese Ruhephasen sind überlebenswichtig. Zusätzliche Störungen können gravierende Folgen für Wildtiere haben.

Vor diesem Hintergrund richtet der LJVB drei dringende Appelle an unterschiedliche Akteure:

 

  1. Aufforderung an den Landesforstbetrieb: Einstellung großangelegter Jagden

Mit Nachdruck fordert der Landesjagdverband Brandenburg den Landesforstbetrieb auf, die derzeit exzessiven und großangelegten Jagden sowie weitere jagdliche Maßnahmen unter den gegebenen Witterungsbedingungen umgehend einzustellen. Gerade in Phasen anhaltender Schneelage widersprechen großräumige Jagden dem Ziel eines tierschutzgerechten Wildtiermanagements.

 

  1. Appell an die Jägerschaft: Verzicht auf Bewegungsjagden

Der LJVB empfiehlt der Jägerschaft, ab sofort und bis zum Ende der Jagdzeit auf die Durchführung von Bewegungsjagden zu verzichten. Bewegungsjagden führen in der aktuellen Witterungslage zu erheblichen Störungen der überlebenswichtigen Ruhephasen des Wildes. Die daraus resultierenden Fluchtbewegungen erhöhen den Energiebedarf erheblich und begünstigen Verbissschäden an jungen Forstkulturen.

 

  1. Appell an die Bevölkerung: Rücksicht bei winterlichen Aktivitäten in der Natur

Der Landesjagdverband bittet alle Bürgerinnen und Bürger, bei Winterwanderungen, Spaziergängen und sportlichen Aktivitäten in Wald und Flur besondere Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen.

  • Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen.
  • Vermeiden Sie es, Rückzugs- und Ruhezonen des Wildes zu betreten.
  • Hunde sind konsequent an der Leine zu führen, um unnötige Beunruhigungen und Fluchtreaktionen zu verhindern.

Jede Störung zwingt Wildtiere zu energiezehrenden Bewegungen, die unter den aktuellen Bedingungen kaum kompensiert werden können.